Sonntag, 12. Oktober 2014

Around the World Blog Hop

Doris (lintlady) hat mich eingeladen an diesem BlogHop teilzunehmen.
Darüber habe ich mich sehr gefreut! Vielen lieben Dank! 

Wer bin ich?


Mein Name ist Kathrin, ich bin 41 Jahre alt und habe einen lieben Mann und zwei liebe Söhne. Ich arbeite vormittags als Lehrerin und nachmittags habe ich frei (so sagt man das jedenfalls immer). Ganz so ist es leider nicht, aber bei der Arbeit, dem Haus, Garten, Kindern usw. kommt man nicht immer zu dem, was man manchmal lieber möchte. Ich bin wirklich gerne Lehrerin! Schon immer habe ich versucht, die Handarbeit in die Schule mit einzubringen, sei es in Form von Projekten, Arbeitsgemeinschaften oder im Textilunterricht. Es macht mir Spaß, Kindern ein Stück meines Hobbys weiterzugeben! Und besonders freut es mich immer, wenn es Jungs sind, die sich z.B. für das Nähen mit der Nähmaschine interessieren!




Handarbeit habe ich schon immer gemacht, das habe ich von meiner Mutter praktisch mit der Muttermilch bekommen. Seit ich denken kann, hat sie mich animiert zum Häkeln, Stricken und Nähen. Auch vielerlei Bastelei mit den unterschiedlichsten Materialien war immer dabei. Schon früh haben wir gemeinsam VHS-Kurse besucht.
Irgendwann hatte sie dann einen sehr zeitraubenden Job und die Handarbeit schlief bei ihr ein. Bei mir aber nicht. Mit Vorliebe stickte ich dänische Stickbilder. Mein Mann fuhr sogar extra in den Harz mit mir, um einen dänischen Stickladen zu besuchen. <3


Dann wurde unser erster Sohn geboren und an Sticken mit 100 verschiedenen Farben war nicht mehr zu denken. Meine handwerkliche Beschäftigung beschränkte sich zunächst auf das Windeln wechseln und Kinderwagen schieben....
Mein Schwiegervater arbeitete seinerzeit in einem Stoffgroßhandel und meine Schwiegermutter in einer Knopffabrik. Sie nähte sehr viel Kleidung. Da bekam ich Lust aufs Nähen und unsere "Tante Luzie" schenkte mir ihre alte Singer-Maschine. So kam ich ans Nähen und begann ein paar Blusen und Kleider zu nähen. Und dann....

Wie bin ich zum Patchworken gekommen?

....kam das Backofenfest in unserer Heimatstadt Falkensee. Dort gab es einen Patchwork-Stand. Der gehörte Heike van Wesel. Auf das große Staunen und das Glitzern in den Augen wegen des tollen Quilts an der Rückseite des Standes kam die Nachfrage nach Kursen. 


Schnell wurde ein Termin für einen Anfängerkurs im örtlichen Lädchen gebucht. Ich war in die schönen bunten Sachen verliebt und wollte DAS auch können!!!!!

(Ein Bild von Heike steht noch immer auf meinem Fensterbrett :-))

Eine Freundin hatte auch Lust mitzumachen und so fand unser erster Patchworkkurs mit zwei Babys auf dem Boden statt (mein Jüngster und ihr Erster). Etwas später wollten die beiden Jungs dann immer mit an der Maschine sitzen und noch später immer das Gaspedal treten und noch etwas später selbst nähen! 
Ich hatte ja damals keine Ahnung, dass es eigene Patchworkmuster, Patchworkzeitschriften und sogar extra Patchworkstoffe gab!!!! Ich hatte jedenfalls eine neue Liebe entdeckt - Patchwork!
Von nun an wurde nur noch genäht in meiner Freizeit....

Was nähe ich?

.... am Anfang waren es natürlich kleinere Sachen, wie Tischdeckchen im Blockhausstil, Wandbehänge und Blumen für das Fensterbrett. 


Wenn ich aber nun so durch unser Haus schlendere, auf der Suche nach Genähtem für diesen Post, dann muss ich sagen, ich finde an jeder Ecke etwas Schönes.
Ich liebe meine selbstgemachten Dinge und verschenke auch gerne Kleinigkeiten. 


Mittlerweile nähe ich sehr vielfältiges, wie z.B. Marktkörbe, Taschen, Röcke, Stricknadeltäschen usw. Natürlich auch immer wieder mal gerne einen Quilt, aber Neues beginne ich im Moment eher nicht. Ich liebe den skandinavischen Stil in rot-weiß und verbinde gern Gesticktes (Redwork) mit Genähtem. Auch Papiernähen macht mir viel Freude.



 

 


"Scandinavien Christmas" 


Ein kreatives (oder heißt es chaotisches?) Nähzimmer darf ich auch mein Eigen nennen!


Nach vielen Jahren intensiven Patchwork nähens, bin ich wohl ein bisschen nähfaul in letzter Zeit und stricke lieber. Bei meiner lieben Freundin Marion (www.Kunzfrau-kreativ.blogspot.de), die ich durchs patchworken kenne, habe ich viele schöne gestrickte Tücher gesehen und wollte das auch können. Und nun stricke ich hauptsächlich seit gut einem Jahr. Ich finde es aber nicht schlimm, denn Patchwork ist nun mal meine große Liebe und ich mach halt nur eine kleine Pause.
Schöne Stöffchen finde ich immer noch toll! 

Wie läuft der kreative Prozess bei mir ab?

Als ich anfing mit Patchwork hat Heike van Wesel hat immer gesagt:
 "Patchwork soll Spaß machen, und wenn irgendwie eine Naht mal nicht an die andere stößt wie sie soll, dann nähst du halt eine Perle oder einen Knopf drauf!"  


So habe ich es dann auch von Anfang an gehandhabt
und genauso halte ich es noch immer:
Ich sehe etwas Interessantes in einer Patchwork-Zeitung (davon habe ich nun einen Meter im Regal und das reicht!) und dann fange ich an, meine Stöffchen zu durchwühlen. Dann stelle ich fest, es ist NICHTS Passendes dabei. Dann wird das Internet nach hübschen Stoffen durchsucht, der nächste Stoffladen (manchmal auch zwei) aufgesucht und wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, wird geschnitten und genäht. 
Manchmal habe ich dann etwas viel Schöneres, was ich unbedingt zwischendurch nähen muss - und schon ist es ein Ufo mehr! Das finde ich auch nicht schlimm, denn es ist schön, liegen gebliebene Dinge weiter zu arbeiten und schließlich irgendwann zu beenden. Was lange währt....
Ich halte mich meist an die Vorlagen. Aber dann und wann bringe ich auch eigene Ideen ein.


Warum mache ich das?

Ich nähe und stricke gern, weil es mich beruhigt. Es ist entspannend, sich einfach mit Stoff oder Wolle zu beschäftigen und den Kopf mal freizukriegen. Nach einem stressigen und lauten Tag in der Schule genieße ich so oft die Ruhe.
Eine zeitlang musste ich auf Wunsch meiner Kinder immer zum Einschlafen Nähen. Sie fanden das Rattern der Nähmaschine wahrscheinlich auch beruhigend und schliefen wirklich besser ein. 
Eigentlich kann man es wie Heike van Wesel und Treny Winterboer in einem Satz sagen:


Woran arbeite ich zur Zeit?

Wie gesagt, im Moment nähe ich eher wenig. Da ich aber Mitglied der Peiner Patchworkgruppe "Flickwerk" bin, muss ich bald wieder mehr nähen und ein paar Quilts beenden. 
Wir haben im März 2015 unsere 4. Ausstellung zum Thema "Herzensangelegenheiten" und da brauchen wir Herzeigbares! 


Ich denke, ich werde meinen Hundertwasserquilt aus einem Kurs bei Bernadette Mayr fertig quilten...


 ...und meinen "It takes two"-Quilt von Sue Daley. 


Außerdem wartet der Labyrinthquilt auf Vollendung....


....und Material für einen Herzquilt liegt auch schon bereit!

Ihr seht, ich bin noch dabei und Ideen habe ich noch unzählige auf meiner Festplatte gespeichert!
Manchmal könnte der Tag nur ein paar Stündchen mehr haben...

(Eins meiner Lieblingsstücke - mein Erdbeerlampion)

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch viele kreative Stunden! Und alles immer hübsch bloggen, denn ich möchte weiterhin sehen, was ihr so Schönes aus bunten Stöffchen zaubert!

Für die Fortführung unserer kleinen Reise schlage ich Jutta (faulengraben) vor.
Ich kenne sie leider nicht persönlich, aber sie begleitet mich seit vielen Jahren! Früher habe ich ihre tollen Ideen immer bei den www.Quiltfriend.de verfolgt und mit- oder nachgearbeitet. Nach ihrem plötzlichen Ausscheiden habe ich ihr Treiben trotzdem gern auf ihrem Blog verfolgt. Sie verarbeitet Stöffchen in so bezaubernder Art und Weise.....Toll! Seid gespannt!



Liebe Grüße von eurer



Samstag, 11. Oktober 2014

Dornröschen-Wolle-Fest

Heute war ich auf dem Hoffest bei Christine Geib. 
Sie hat den Wollversand mit dem schönen Namen 
in der Nähe von Hannover.


Das Wetter wurde nach ein paar Wolken herrlich und die Sonne kam heraus!
Von mir aus war es nicht allzu weit dorthin, deshalb wollte ich mal vorbeischauen!


 Und da kam ich nun in die kleine Werkstatt, die prall gefüllt war mit viiiiiel bunter Wolle und viiiielen glücklichen Frauen mit großen Wolltüten! Die Regale waren vollgestopft mit Wolle, eine schöner als die andere. Wie sollte man sich da entscheiden?







Am Ende waren es einige Knäule, die für mich von den beiden Kassiererinnen eingetütet wurden. 
Draußen gab es dann noch Kaffe und Kuchen. 


In einer Ecke saß sogar "FrauWoausPo" am Spinnrad! (Grad saß sie noch auf dem rechten Stuhl!!) Faszinierend!!! An der Paspel (heißt das so) stand eine Schlange von Frauen, die ihre gerade gekauften Schätzchen in ein Knäuel verwandeln wollten. Ich weiß schon, was ich mir vom Weihnachtsmann bauen lasse!


Zufrieden und glücklich sitze ich nun in der Wohnstube und betrachte verzaubert meine Dornröschen-Wolle und träume schon von etlichen Paaren wunderschöner kuscheliger Socken unterm Weihnachtsbaum!


Hach, Frauen sind so einfach glücklich zu machen, oder Mädels?!

Ganz liebe Märchengrüße von eurer